Reinhold Burger,  Erfinder der Thermosflasche - Röntgenröhre - Kaltes-Rotlicht  und Zündkerzenprüfer    (1866-1954)



(Hinweis: unterstrichene Wörter oder Texte sind verlinkt)

Kennen sie einen Haushalt der keine Thermosflasche oder Thermoskanne besitzt?  Wohl kaum. Fast jeder Haushalt hat mindestens eine Thermos. Ganz zu schweigen von den vielen Thermoskannen, die sich in Firmen, bei Kongressen oder in Hotels befinden.

Warum jetzt noch eine Webseite zur "Thermos" fragt sich vielleicht der Leser.  Es gibt doch schon so viele.  Das dachte ich am Anfang auch, aber beim Lesen der vorhandenen Veröffentlichungen und Publikationen kam mir als Enkel des Erfinders bei einigen Kommentaren, wie der Berliner so schön sagt:  der Kaffee hoch.  Bei meinen Recherchen in Archiven, im Internet und in seinem Nachlass, bin ich auf nachweisbare Tatsachen und zeitliche Abläufe gestoßen, anders als in der Presse oder Literatur dargestellt. Unter "FAKE NEWS ÜBER DIE THERMOS" habe ich einige falsche Aussagen richtiggestellt. 

Das Schlimme ist nur, dass eine Quelle von der anderen abschreibt, ohne zu hinterfragen oder vorher zu recherchieren. Diese Falschaussagen halten sich dann für immer und sind schwer wieder rückgängig zu machen. Wikipedia und Historiker sind hier leider auch keine sicheren 100%ige Quellen.

Auf dieser Seite sind Patente, Ehrungen und auch einige Werbetexte der deutschen und der amerikanischen Thermosfirmen im Überblick dargestellt.


Seine wichtigsten Patente und  Produkte auf einen Blick


 Eine der ersten Thermoskannen  von R. Burger  um 1899

Eine der ersten Thermoskannen
Thermoskanne (Prototyp) um 1899

Isolierflasche später "Thermos" auch Thermoskanne oder Thermosflasche genannt

Kaiserliches Patentamt

1. Oktober 1903




Patentschrift zur Röntgenröhre
Vorrichtung zur Erzeugung von Röntgenstrahlen

Kaltes Rotlicht

Patent zur Entladungsröhre für medizinische Bestrahlungszwecke vom

6. Oktober 1932 und das medizinische

Bestrahlungsgerät der

"FRIGISOLAIR"


Bild: Vorstellung der Licht-Therapie in der Medizin
Bild: Vorstellung der Licht-Therapie in der Medizin

Zündkerzenprüfer

Gesetzlich geschützter Zündkerzenprüfer "Energie" für PKW um 1925 der

Firma R. Burger & Co.

Bild: Handhabung des Zündkerzenprüfers für PKW
Bild: Beschreibung und Anwendung des Zündkerzenprüfers

Im Burger - Museum Glashütte ist eine Post- karte vom Autohersteller Adam Opel vom 10.08.25 ausgestellt, mit der Bitte "...einen der- artigen Prüfer allerschnellstens zu übersen- den....".

Der Zündkerzenprüfer gab im Glaszylinder, je nach der Stromstärke, einen unterschiedlichen hellen oder dunklen, kurz aufblitzenden Licht- schein ab.

Heute vergleichbar mit dem Phasenprüfer...

Einige seiner Auszeichnungen


Urkunden (Originale) wurden gestohlen


Weitere Ehrungen siehe  Auszeichnungen


Eingetragene Schutzmarke

(die Burg steht für Burger)


Warenzeichen für Produkte der Fa. R. Burger & Co.
Warenzeichen der Fa. R. Burger & Co.

Briefköpfe der "Thermos-Gesellschaft" und der Firma  "R. Burger & Co."


Briefkopf der Thermos-Gesellschaft 1907
Briefkopf
Briefkopf nach 1911
Briefkopf
Briefkopf nach 1927
Briefkopf
Briefkopf für seine französische Kunden um 191

Röntgenröhre

zeichnerische Darstellung des Patentanspruches


Röntgenröhren
Patent zur Röntgenröhre

Kaltes Rotlicht

Frigisolair-Rotstrahlapparat Wellenbereich 600 - 800 um

Der Kalte Rotlicht  Apparat "Frigisolair" Burger-Museum
Rotlichtbestrahlungsapparat "Frigisolair"

Broschüre mit den ersten Unter-suchungsergebnissen bei der Anwendung des Frigisolairs

Erste med.  Untersuchungsergebnisse mit dem "Frigisolair"
Broschüre zu Kalten Rotlicht

Zündkerzenprüfer in der Praxis

Zündkerzenprüfer "Energie"
Gebrauchsanweisung zum Zündkerzenprüfer

Zündkerzenprüfer Marke

"Energie"

Zündkerzenprüfer "Energie"
Gesetzlich geschützter Zündkerzenprüfer um 1924


Ehrungen um die "Thermos" und Röntgenröhren


Reinhold Burger- Sekundarschule in Berlin-Pankow erhielt seinen Namen


Ehrung in der U-Bahn- Station "Weberwiese" Berlin


Gedenktafel für Reinhold Burger an seiner letzten Wohn- und Arbeitsstätte in Berlin-Pankow

Gedenktafel, Ehrung für den Erfinder  der Thermosflasche und weiterer Erfindungen
Bild: Gedenktafel an seiner Wohn- und Arbeitsstätte in Berlin-Pankow

Briefmarken mit der "Thermos"


 Erster Angebots- und Preiskatalog  von der Firma

R. Burger & Co.

1894


Einige Unikate aus seiner Glasbläserwerkstatt


Museumsdorf-      Glashütte/Baruth


In seiner Geburtsstadt

befindet sich der Nachlass von Reinhold Burger

Bild: Burger-Ausstellung Glashütte
Dr. Georg Goes, Leiter des Museums und Dr. Markus Burger, Urenkel des Erfinders der "Thermos"

Museumsleiter

Dr. Georg Goes links

und  Urenkel

Dr. Markus Burger


150. Geburtstag von Reinhold Burger

Märkische Allgemeine


YouTube vom 22.01.2016 zu Ehren des 150. Geburtstages von Reinhold Burger


Auf der Webseite des Burger-Museums Glashütte können sie ein Radiointerview mit der Stimme Reinhold Burgers- anlässlich seines 75. Geburts- tages am 12. Januar 1941 hören


Anlage zum Evakuie- ren mit eingebauten Fluoreszenz-Vakuos- kop

(erreichbares Vakuum  ≤ 10-6 Torr)

Ab 1952 konnte mit Hilfe eines sogenannten Fluoreszenz-Va- kuoskops (Druckanzeiger) die Güte des Vakuums optisch und kostengünstig ermittelt werden. Prof. Dr. Alexander Burger, ein Sohn von Reinhold Burger sr., entwickelte dazu einen Hoch- frequenzvakuumprüfer. Hoch- frequenzvakuumpistolen er- zeugen Lichterscheinungen auf einer fluoreszierenden, weißen Schicht. Rot bis violettes Leuch- ten lassen z. B. auf ein geringes Vakuum schließen. Dieses Meß- gerät -entwickelt am Institut für Medizin und Biologie der Deutschen Akademie der Wis- senschaften zu Berlin - ließen sich seine Brüder Siegmund und Reinhold Burger jr. die in der "Fa. R. Burger & Co." arbeiteten, 1955 als Warenzeichen schüt- zen.

Glasvitrine in der Burger-Ausstellung     Glashütte/Baruth


Bild: Vitrine für die Weltaustellung St. Louis 1904 der Fa. R. Burger & Co.  hier mit Sohn Helmut Burger 1998
Helmut Burger vor der Glasvitrine

Vitrine stand auf der Hygieneaustellung Dresden 1911, hier mit Sohn Helmut Burger in Berlin


Blick in sein früheres Arbeitszimmer mit Schreibtisch


Thermosszene im Arbeitszimmer


Ehrenämter

Bild:  Mitglieder der Prüfungskommission bei Osram April 1930
Prüfungskommission bei Osram

Bild: Teilnehmer der Prüfungs-kommission von links: Herr Gramsow (Obermeister bei Osram), Herr Kleemann (Meister im Institut für Gahrungsgewerke, Seestr.), Herr Richter (Potsdam), Herr Burger (Pankow), Herr Krumbeck (Leiter bei Osram) und ein Sekretär von Herrn Krumbeck


Ab 1934 war er stellvertretender Vorsitzender und Beisitzer im Meisterprüfungsausschuss für das Glasinstrumentenmacher Hand- werk der Stadtgemeinde Berlin und den Regierungsbezirk Pots- dam




,,Werbung der "Thermos-Gesellschaft mbH", der        "Thermos-Aktiengesellschaft" und der "American Thermos Bottle Co."


Sein Werbeslogan lautete:

Hält kalt, hält heiß- ohne Feuer, ohne Eis



Werbung der "Thermos- Aktiengesellschaft" nach 1909




Werbung der "American Thermos Bottle Co." ab 1909

Thermoswerbung in den USA
Thermoswerbung in den USA

Die ersten Thermosflaschen waren Importe der "Thermos-Gesellschaft m.b.H." und der "Thermos- Aktiengesellschaft" aus Deutschland.

Erst 1909/10 begann mit der "American Thermos Bottle Co." -nach dem Reinhold Burger 1907 begonnen hat die Grundlagen zu schaffen, die Produktion  der Thermosflaschen in New York.




In der Zeitung der "University Missourian" , vom 13. Dezember 1913 wurde Reinhold Burger in der "STORY OF THE VACUUM BOTTLE" erwähnt.


Werbeposter in französischer Sprache

Thermos Werbeposter
Bild: Werbung 1907 mit dem Slogan: Hält kalt und heiß ohne Feuer ohne Eis